| Kleinstschüler mit Platz 10 beim DEL Bambini Cup in Augsburg |
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| Geschrieben von: Udo Fichtner, Sonntag, 12. Februar 2012 um 21:12 Uhr |
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Die Gruppenauslosung schien bereits vor Turnierbeginn nicht besonders glücklich für unsere Mannschaft zu sein. Wie sich im weiteren Verlauf des hervorragend organisierten Turniers dann auch herausstellte, waren in unserer Gruppe mit den Gastgebern vom Augsburger EV und dem Kölner EC die späteren Dritten und Vierten unsere Gegner. Doch der Reihe nach:
Es begann am Samstag früh mit der Begegnung gegen den Kölner EC. Zu schnell gerieten unsere Jungs durch einen überraschenden Treffer der Rheinländer in Rückstand. Die überaus harte und ruppige Spielweise der Kölner stieß bei Eltern aller anderen Mannschaften auf herbe Kritik. Es ging oft gezielt auf den Körper des Gegners insbesondere nahe der Bande. Erst gegen Ende des Turniers wurden die inkonsequenten Schiedsrichter vom Veranstalter angewiesen, das grobe und für die Gesundheit der Kinder gefährliche Spiel der Kölner zu unterbinden. Da war es für uns aber bereits gelaufen. Mit 0:6 unterlagen die jungen Löwen den Junghaien, die später den vierten Platz im Turnier belegten. Keine schlechte Leistung des Teams, aber irgendwie reichte es nicht, Köln ernsthaft zu gefährden.
Im zweiten Spiel war der EHC 80 Nürnberg unser Gegner. Der Frust aus der ersten Begegnung konnte hier abgebaut werden. Mit schönen Kombinationen und gutem Stellungsspiel gelang es der Mannschaft, die Franken in Schach zu halten und das Spiel klar mit 6:3 zu gewinnen. Durch diesen Sieg bestand weiterhin die Möglichkeit, ins Viertelfinale einzuziehen, was insgeheim die Hoffnung war.
Gegner im alles entscheidenden Spiel um den Einzug ins Viertelfinale gemeinsam mit den bereits qualifizierten Kölnern waren die Gastgeber aus Augsburg. Eine gute Mannschaft ohne wirklich überragende Einzelspieler. Es war schwer, durch die massive Deckung der Augsburger durchzustoßen. Allerdings lag unser Team zur Halbzeit nur 1:2 zurück und alles war noch möglich. Doch dann setzte sich das insgesamt reifere Spiel der Schwaben durch. Augsburg gewann verdient mit 6:1. Der Traum vom Viertelfinale war geplatzt, aber immerhin konnte man den Sieg aus dem Vorrundenspiel gegen Nürnberg mit in den Kampf um Platz 9 nehmen.
Im letzten Spiel am Samstag kam es zum ewig jungen hessischen Derby gegen die Huskies aus Kassel. Nichts für schwache Nerven. Unsere leichte spielerische Überlegenheit konnte nicht im erforderlichen Maße in Tore umgesetzt werden. Nie konnte sich das Team um Trainer Henri Schild entscheidend absetzen. Ein ums andere Mal mussten unsere beiden, im gesamten Turnier glänzend haltenden Goalies die Unachtsamkeiten der Vorderleute mit tollen Paraden ausbügeln. Am Ende stand ein verdienter und dennoch etwas glücklicher 4:3 Sieg. Kurs auf Platz 9.
Das erste Spiel am Sonntag führte uns dann gegen die späteren Turnierletzten aus Straubing. Mit eiskalten Füßen und Ohren und einer für die frühe Uhrzeit ordentlichen Leistung siegten unsere Frankfurter Jungs (plus ein Mädel) unangefochten 6:1. Jetzt kam es zu einem echten Endspiel um Platz 9, das durch ein Skandaltor entschieden wurde.
Gegner im letzten Spiel waren die bis dahin ebenfalls in den Spielen um die Plätze 9-13 unbezwungenen Freezers aus Hamburg. Vorweg: Den Hamburgern war keinerlei Vorwurf zu machen, das Spiel wurde aber durch eine indiskutable Fehlentscheidung des „Schiedsrichters" zu ihren Gunsten entschieden. 1:1 stand es zum Seitenwechsel. Es war spannend, die Stimmung kochte - im positiven Sinne. Beide Elternfanblocks feuerten ihre Teams bedingungslos an. Eishockey - the coolest game! Doch dann das:
Die Stadionsprecherin versäumte es, pünktlich zur vollen Minute „Wechsel" zu rufen. Kann passieren (ist dem Verfasser dieses Berichtes auch schon passiert). Während unsere Jungs auf diesen Ruf aber richtigerweise warteten, rannte der nächste Hamburger Block mit allen vier Spielern bereits auf das Eis. So waren mehrere Sekunden lang acht Hamburger Feldspieler gegen vier Frankfurter auf dem Eis. Und genau da fiel das 2:1 für Hamburg. Das Kampfgericht am Spielfeldrand wies den „Schiedsrichter" sofort auf die Situation hin - doch der Herr in Schwarz-Weiß belehrte die Anwesenden, dass er das Spiel leite und ihn das nicht interessiere. Gespür für den Sport und für die Kinder sieht anders aus. Die Löwen schafften es im weiteren Verlauf des Spiels leider nicht mehr, das Geschehen noch einmal zu drehen und wurden somit 10. im Turnier.
Fazit: Ein tolles Wochenende mit Rekordtemperaturen zwischen minus 10 und minus 15 Grad an beiden Tagen. Tolles Eishockey. Die Mannschaften scheinen insgesamt enger aneinandergerückt zu sein, es gab - das ist bei Kleinstschülerturnieren sehr ungewöhnlich - nur einen zweistelligen Sieg beim Spiel des späteren Turniersiegers gegen den späteren letzten. Krefeld gewann verdient gegen starke Rosenheimer das Endspiel. Köln spielte zu hart. Einem Schiedsrichter war offenbar zu kalt. Zwei super Frankfurter Torhüter - 16 „gewachsene" Frankfurter Feldspieler. Zufriedene Eltern, Trainer und Betreuer. Eishockey - the coolest game!
Turnierendstand: 1) Krefelder EV 2) SB Rosenheim 3) Augsburger EV 4) Kölner EC 5) Eisbären Berlin 6) ERC Ingolstadt 7) EV Landshut 8) Mannheimer ERC 9) Hamburg Freezers 10) Young Lions Franfurt 11) EHC 80 Nürnberg 12) EJ Kassel 13) EHC Straubing
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